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Hallo
! Mein Name ist Miriam und ich bin nun mittlerweile 32 Jahre. Ihr werdet
euch jetzt sicher fragen:
Und? Was soll da so besonderes dran sein? 32 jährige Miriams gibt
es doch viele.
Nun, in Anbetracht, daß ich als Junge zur Welt kam und in meiner
Geburtsurkunde einmal "Lars"
stand, denke ich, daß das, was ich durchgemacht habe, nichts alltägliches
ist. Aber der Reihe nach .
Als ich im Jahre 1970 das Licht der Welt erblickte, war alles wie sonst
auch :
Mit Gewalt in diese Welt gepresst, fing ich vor Schreck erstmal zu schreien
an. Denn ich vermisste
plötzlich die warme schützende Hülle, die mich umgeben
hatte und so tat ich meinem Unmut lauthals
kund. Aufgewachsen bin ich als "ganz normales" Kind, still und
unauffällig. Meine Mom sagte einmal,
ihr wäre damals nichts aufgefallen. Nur, daß ich eben nicht
wie die anderen in meinem Alter Fußball
spielen oder raufen wollte. Still eben . . .
Es war zu jener Zeit niemandem bewusst, daß in mir eine weibliche
Seele wohnt, Am allerwenigsten
mir selber, den ich fühlte mich wohl, so wie ich war. Ich kannte
es auch nicht anders.
Im Alter von 13 Jahren las ich in einer Jugendzeitschrift einen Bericht
über Leben im falschen Körper.
Da wusste ich: So nennt man mich also.
Ich hatte endlich einen Namen für meinen "Zustand"
gefunden. Aber halt! Wenn es doch nur so einfach
gewesen wäre . . . Da gabe es plötzlich Transvestiten, Transsexuelle,
Intersexuelle (Zwitter),
Crossdresser und und und. Ich wusste also wieder nichts genaues.
Aber die Erkenntniss grub sich tief in mein Selbstbewusstsein und so fing
ich an, mir meinen Kopf mit
Drogen zu betäuben. Denn mittlerweile hasste ich meinen Körper
so sehr, daß ich meine äußere Hülle
am liebsten verschenkt hätte. High zu sein hieß für mich,
wenigstens ein paar Stunden meinen Körper
verlassen zu können um einfach ich zu sein - Körper und Geschlechtslos.
1991 machte ich stationäre Therapie. Ich hatte nun ein bewegtes Leben
hinter mir und war clean aber
die Ursache für all mein Leiden schob ich immer noch vor mir her:
Ich verdrängte die Tatsache, anders zu sein. Ich war soweit, daß
ich mir sagte: Wenn ich jetzt nichts
tue, dann sterbe ich von innen heraus. Was hatte ich also noch zu verlieren?
Ich konnte ja nur gewinnen !!
Seit
Februar 1993 bin ich nun in der TSH (Transsexuellen Selbsthilfegruppe
in Stuttgart)Es
war meine
Lebensrettung. Ich habe meinen Stolz zurück und lebe als selbstbewusste
Frau, mache zur Zeit eine
Ausbildung zur Mediendesignerin und außerdem freiberufliche Dozentin
zum Thema Transsexualität........Weiter
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